Dienstag, 30. Juli 2013

Chefsache.

Im Moment passieren in meinem Umfeld ziemlich viele aufregende Sachen.
Viele meiner Freunde werden auf einmal Chef. Sie werden Intendaten, Festivalleiter und Leiter von irgendwelchen Abteilungen.
Ich freue mich mit jedem einzelnen und bin ziemlich stolz.
Und dann denke ich manchmal, was wohl gewesen wäre, hätte ich nicht meine Arbeit am Theater aufgegeben.Würde ich jetzt vielleicht auch ein Festival leiten? Wäre ich vielleicht doch nach Kanada gegangen und hätte da Theater gemacht? Wäre ich mit meinem Lieblingschef in den Süden gegangen und würde jetzt vielleicht eine Kulturhauptstadt vorbereiten?
Vielleicht.
Aber dann schaue ich mir abends das schlafende Kindi und den schlafenden Herrn Nilsson an und denke, dass ich alles richtig gemacht habe und dass mich nichts auf der Welt glücklicher machen kann, als meine kleine Familie.
Nächstes Jahr würde ich dann bitte trotzdem gern einen familienkompatiblen Theater-Job finden!

Kommentare:

  1. Frau Nilsson! Ich bin da gedanklich ganz bei Dir. Auch ich bin mir relativ sicher, daß ich ohne meine zwei Kids heute ganz woanders stehen würde. Und ja, es gab Zeiten, da habe ich über das WOANDERS und warum ist es so und nicht so sehr ausführlich nachgedacht. Aber dann kommen immer diese Momente, die mich tief im Inneren bestätigen, daß ich letztendlich vieles richtig gemacht haben und dazu zählt auch die bewusste Entscheidung für die Kinder und somit die Einschneidungen bei meiner Jobentwicklung. Aber hey, Spaß habe ich da trotzdem auch.
    Liebe Grüsse!

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  2. Kenn ich, kenn ich. Bei mir kam der erste Karriereknick mit meiner Auswanderung, der zweite mit der relativ langen Elternzeit. Und eine Frau bin ich obendrein ;-) Aber Israel, Mann und Kind würde ich nie nicht missen wollen. (Obwohl ich schon überzeugt bin, dass ich, wäre ich vor 11 Jahren anders "abgebogen", es mindestens zur Abteilungsleiterin gebracht hätte. Seufz.

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