Donnerstag, 23. September 2010

Mist!

Rainer Sturm / pixelio.de 
Gestern wurde meine Oma ins Krankenhaus eingewiesen. Sie hat wohl mehrere Tage nichts mehr gegessen oder getrunken. Sie war völlig verwirrt, hat immer zu meinem Vater gesagt, dass sie mit ihm jetzt nach Entenhausen fahren wolle. Ich gestehe, ich musste lachen, als ich das gehört habe! Im Kopf wird sie wahrscheinlich hoffentlich wieder ein bisschen klarer werden, wenn sich ihre Flüssigkeitsspeicher aufgefüllt haben. Und dann müssen wir ihr beibringen, dass sie sich nicht mehr alleine versorgen kann und eventuell nicht mehr alleine in ihre Wohnung zurück kann...Das wird hart.
Meine nicht gerade pietätvolle Tante, selbst Altenpflegerin, meinte übrigens leicht panisch: Was machen wir denn, wenn sie stirbt? Wir wissen ja nicht mal, ob sie verbrannt werden will! Hallo? Da können wir uns dann immer noch Gedanken drüber machen, finde ich...Das ist allerdings auch dieselbe Tante, die an meinem 12. Geburtstag den ganzen Nachmittag nur über ihre schrecklichen Krampfadern geredet hat, obwohl sie natürlich wusste, dass mein Vater nur 6 Tage vorher einen Herzinfarkt hatte, als ich allein mit ihm zu Hause war...

Kommentare:

  1. Ah herjemine, das klingt ja garnicht gut! Ich wünsche deiner Oma alles alles Gute und dir und deiner Familie die Kraft, die ihr jetzt braucht! (Deiner Tante wünsche ich die Erkenntnis, dass sie nicht der Nabel der Welt ist...)
    GLG, Jane

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  2. Was für eine taktvolle Tante.....

    Mein Opa war damals auch so verwirrt, weil er am Austrocknen war. Nicht selten bei alten Menschen.
    Wenn Ihr Hilfe braucht bei der Suche nach passendem Pflegedienst oder so, sag gerne Bescheid. Martin ist ja vom Fach.
    Aber natürlich erstmal gute Besserung für Deine Oma.

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  3. Familie!! Tse!

    Ich denke, Deine Oma wird sich schon wieder berappeln, wenn die Unterversorgung beseitigt ist.
    Leider haben wir das in unserer Familie auch alles schon mehrfach durch. Wenn Du also irgendeinen Rat brauchst, kann ich (leider) helfen.
    Alles Gute für Deine Oma und die Familie.

    Lieben Gruß
    Frau SSL

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  4. ich denke, dass es gut sein kann, dass sich deine Oma wieder bereppelt. Man muss nicht gleich das Schlimmste an die Wand malen (s. Tante) oder auch nicht das weniger Schlimmste (Altenheim). man sollte es anfangs auf jeden Fall versuchen, dass deine Oma noch zu Hause bleibt und ihr / Pflegedienst öfter nach ihr seht..
    deine Oma alles Gute! Und auch dir und deiner Familie viel Kraft.

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  5. Vielen Dank für die lieben Worte und Tipps! Ich bin ja leider gar nicht vor Ort und muss alles meinem Vater überlassen, der macht das schon.
    Gleich mal anrufen, wie's ihr heute geht...

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  6. Autsch. Alt werden (und was dazu gehört) ist etwas, was ich nur schwer verkraften kann. Nicht so sehr bei mir selbst, sondern bei meinen Mitmenschen. Meine Oma hat Alzheimer. Zum Glück noch im Anfangsstadium, es geht also noch.

    Ich denk an euch.

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  7. So, sie hat sich wohl schon wieder ein bisschen berappelt, konnte schon wieder über das laute Krankenhaus meckern. Sie muss jetzt wahrscheinlich zwei Wochen dort bleiben, dann sehen wir weiter...

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